Web Sommerfest2024 Easy Kid Care 230 (1)

Leitgedanken unserer Pädagogik

Unsere pädagogische Arbeit basiert auf einer wertschätzenden, liebevollen und respektvollen Haltung gegenüber jedem Kind. Wir begegnen den Kindern als eigenständigen Persönlichkeiten und schaffen verlässliche Beziehungen, in denen sie sich sicher, gesehen und angenommen fühlen. Die Betreuungspersonen gestalten den Alltag bewusst als Vorbilder und leben einen achtsamen, respektvollen und empathischen Umgang vor. So entwickeln Kinder soziale Kompetenzen, Rücksichtnahme und einen wertschätzenden Umgang mit anderen. Wir arbeiten ressourcenorientiert und richten unseren Blick auf die individuellen Stärken, Fähigkeiten und Potenziale jedes Kindes. Durch positive Bestärkung und eine feinfühlige Begleitung erleben die Kinder emotionale Sicherheit, die ihnen ermöglicht, sich neugierig, offen und selbstbewusst mit neuen Lern- und Lebenserfahrungen auseinanderzusetzen. Das Wohl des Kindes steht dabei stets an erster Stelle. In einer warmen, anregenden und geschützten Umgebung schaffen wir die Grundlage dafür, dass Kinder sich individuell, im eigenen Tempo und entsprechend ihren Interessen und Begabungen entwickeln können.

In der Betreuung werden die Kinder behutsam in die Kultur des Bildungs-Zentrums eingeführt. Sie lernen die Umgebung, den Tagesablauf sowie gemeinsame Rituale kennen, die Orientierung, Sicherheit und Verlässlichkeit bieten. Diese Strukturen werden alters- und entwicklungsgerecht vermittelt und gemeinsam mit den Kindern gelebt. Wir begleiten die Kinder ganzheitlich und fördern sie in ihrer Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz. Dabei orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen, Interessen und Entwicklungsständen der Kinder. Ein vielseitiges Angebot an kognitiven, kreativen, sozialen, motorischen und spielerischen Aktivitäten ermöglicht es den Kindern, vielfältige Erfahrungen zu sammeln und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln. Partizipation ist ein wichtiger Bestandteil unseres Betreuungsalltags. Die Kinder werden aktiv in Entscheidungen einbezogen und erhalten Raum, ihre Meinung zu äussern, mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. So erleben sie Selbstwirksamkeit und entwickeln ein positives Verständnis für Gemeinschaft und Zusammenarbeit.

Der Tagesablauf ist klar strukturiert, liebevoll rhythmisiert und in pädagogisch sinnvolle Sequenzen gegliedert. Wiederkehrende Rituale wie der Morgen-, Sing- oder Erzählkreis bilden dabei einen festen Bestandteil des Alltags und geben den Kindern Orientierung, Sicherheit und Halt. Diese Rituale werden bewusst gepflegt und laden die Kinder dazu ein, sich aktiv einzubringen. Bewegung nimmt einen zentralen Platz ein und findet in einem ausgewogenen Wechsel zwischen freiem, selbsttätigem Entdecken und gezielten, angeleiteten Aktivitäten statt - sowohl in den Innenräumen als auch in den Aussen- und Freiflächen. Der tägliche Bezug zur Natur wird dabei bewusst gefördert. Ebenso wichtig sind Ruhephasen, die den Kindern Raum zum Entspannen und Verarbeiten geben. Die Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen und fördern Freude an gesunder Ernährung sowie eine wertschätzende Tischkultur. Geburtstage, Jahresfeste und Feiertage werden gefeiert und bereichern den Alltag. Durch die verlässliche Struktur und feste Rituale werden Übergänge sanft gestaltet und das Wohlbefinden der Kinder gestärkt.

Die Räumlichkeiten des Kinder-Bildungs-Zentrums easy-kid-care an den Standorten Olten, Egerkingen und Kappel sind kindgerecht, modern gestaltet und schaffen eine helle, freundliche Atmosphäre, in der sich Kinder wohl und sicher fühlen können. Grosszügige Innenräume bieten viel Platz zum Spielen, Bewegen und Entdecken und sind klar strukturiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Neben Bewegungsräumen, die zum Austoben und zur Förderung der motorischen Entwicklung einladen, stehen Kreativräume zur Verfügung, in denen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Ruhe- und Storyräume bieten Rückzugsmöglichkeiten, fördern Entspannung und regen zum Zuhören, Erzählen und Träumen an. Alle Standorte verfügen zudem über grosszügige, liebevoll gestaltete Gärten, die naturnah, geschützt und vielseitig nutzbar sind und den Kindern ermöglichen, sich jederzeit im Freien aufzuhalten. Die Umgebung ist bewusst anregungsreich gestaltet und mit einer vielfältigen Auswahl an Materialien ausgestattet, sodass die Kinder durch eigenes Experimentieren und Sammeln von Erfahrungen lernen und sich ganzheitlich entfalten können.

Wir fördern den Bezug zur Natur, indem wir die Kinder ermutigen, ihre Umgebung aktiv zu erkunden und zu entdecken. Dies setzen wir durch regelmässige Spaziergänge um und bieten den Kindern einen grosszügigen Spielplatz, der ihren Bedürfnissen entspricht. Wir ermöglichen ihnen, sich vielfältig zu bewegen und die Natur zu entdecken. Zudem führen wir Projekte wie einen kleinen Nutzgarten, den wir gemeinsam pflegen. In Egerkingen haben wir Kaninchen; die Kinder können eine Beziehung zu den Tieren aufbauen und lernen, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Darüber hinaus integrieren wir die Natur in den Alltag, indem wir natürliche Materialien für Bastelarbeiten nutzen sowie Geschichten und Spiele in der freien Natur anbieten. Zweimal im Monat veranstalten wir einen Waldtag. Der Waldtag ist ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts, da er auf einzigartige Weise die ganzheitliche Entwicklung der Kinder fördert, ihnen ermöglicht, die Natur mit allen Sinnen zu erleben, soziale Kompetenzen zu stärken und eine Verbundenheit zur Umwelt zu entwickeln.

Web Sommerfest2024 Easy Kid Care 97 (1)

Frühförderung

Frühe Förderung ist entscheidend, weil die ersten Lebensjahre die Grundlage für die gesamte weitere Entwicklung eines Kindes bilden. In dieser Zeit entwickeln sich Sprache, Denken, Motorik, soziale Kompetenzen und emotionale Stabilität besonders intensiv. Studien zeigen, dass Defizite, die in der frühen Kindheit entstehen, später nur schwer oder mit hohem Aufwand aufgeholt werden können. In der Schweiz beginnt die formale Bildung vergleichsweise spät, wodurch einige Kinder bereits mit ungleichen Voraussetzungen in ihre Bildungslaufbahn starten. Frühe Förderung wirkt diesen Ungleichheiten entgegen und stärkt Kinder unabhängig von Herkunft oder familiären Ressourcen.

Kitas bieten ideale Bedingungen für wirksame frühe Förderung, da Lernen hier ganzheitlich und alltagsnah stattfindet. Kinder lernen nicht isoliert, sondern eingebettet in Beziehungen, Spiel, Bewegung und gemeinsame Erfahrungen. Durch den strukturierten Tagesablauf, konstante Gruppen und verlässliche Bezugspersonen entstehen Sicherheit und Vertrauen – zentrale Voraussetzungen für Lernen. Frühförderung in der Kita ist besonders wirkungsvoll, weil sie frei von Leistungsdruck ist und an den individuellen Entwicklungsstand des Kindes anknüpft. So können Kinder ihre Fähigkeiten entfalten und gleichzeitig wichtige soziale Kompetenzen entwickeln.

In unserem Kinder-Bildungs-Zentrum ist frühe Förderung fest im pädagogischen Konzept verankert. Wir verstehen Bildung als einen aktiven, selbstgesteuerten Prozess des Kindes, den wir bewusst begleiten und anregen. Jedes Kind wird in seiner Einzigartigkeit wahrgenommen und entsprechend seiner Stärken, Interessen und Bedürfnisse gefördert. Unsere Fachpersonen arbeiten mit hoher pädagogischer Qualität, klaren Beobachtungsgrundlagen und gezielten Förderimpulsen. Dabei steht immer das Recht des Kindes auf Bildung, Entwicklung und Teilhabe im Mittelpunkt.

Frühe Förderung findet bei uns nicht in isolierten Lernsituationen statt, sondern ist Teil des täglichen Miteinanders. Sprache wird beim Erzählen, Singen oder beim gemeinsamen Znüni gefördert, mathematisches und logisches Denken beim Bauen, Sortieren oder Experimentieren. Motorische Fähigkeiten entwickeln sich durch Bewegung, Spiel und gezielte Angebote in Innen- und Aussenräumen. Sozial-emotionale Kompetenzen wachsen im Umgang mit anderen Kindern, beim Lösen von Konflikten und im Erleben von Selbstwirksamkeit. Der Alltag wird so zu einem vielfältigen Lernfeld, das Kinder ganzheitlich stärkt.

Frühe Förderung endet für uns nicht im Hier und Jetzt, sondern richtet sich bewusst auf die Zukunft der Kinder aus. Ziel ist es, sie so zu stärken, dass sie den Übergang in den Kindergarten und die Schule selbstbewusst, neugierig und lernbereit meistern können. Durch stabile Beziehungen, verlässliche Strukturen und die gezielte Förderung von Selbstständigkeit, Sprache und sozialem Verhalten schaffen wir eine tragfähige Basis für weiteres Lernen. Kinder entwickeln bei uns Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und erleben, dass Lernen Freude macht. Diese positiven Lernerfahrungen wirken nachhaltig und begleiten die Kinder weit über die Zeit in der Kita hinaus.

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Zweisprachigkeit und Immersionsmethode

Bilingual heisst zweisprachig: Bi = zwei, Lingua = Sprache. Mit dem Begriff ist keine bestimmte Methode verbunden – Zweisprachigkeit kann durch verschiedene Lehr-/Lernmethoden erreicht werden.

Die bei weitem effektivste und besonders für Kinder geeignete Methode des Spracherwerbs ist die Immersionsmethode. Immersion meint das Eintauchen in eine Sprache. Bei dieser Methode ist die neue Sprache Arbeits- und Umgangssprache, wobei nach dem Prinzip “One person – one language” eine Betreuungsperson nur Deutsch spricht, die andere nur Englisch. Alles, was die fremdsprachliche Lehrkraft sagt, verstärkt sie allein durch Mimik, Gestik oder Zeigen aber nicht durch Übersetzung. Das Kind erschliesst sich damit die Sprache eigenständig Stück für Stück aus dem Zusammenhang der Situation. Dies bildet die natürlichste Art nach, wie Kinder Sprachen lernen, gleichgültig, ob als erste oder zweite Sprache. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass sich mit der Immersion ein beträchtlich höheres Niveau in der Fremdsprache erreichen lässt als mit herkömmlichen Sprachlernmethoden. Dabei entwickeln sich Muttersprache und Sachinhalte genauso gut oder besser als bei einsprachig aufwachsenden Kindern.

Weil Immersionslernen die Kinder ohne Druck an die Sprache heranführt; weil Immersion den Kindern ihr individuelles Tempo lässt; weil Immersion intuitives Sprachenlernen ermöglicht; weil Immersionsunterricht sehr vielfältig und damit individuell ist; weil Immersionslernen die Sprache nicht zum Thema macht, sondern Sprache das Werkzeug ist. Weder Grammatik noch Vokabeln stehen im Vordergrund. Es wird nicht sprachlich korrigiert. Dadurch ist der Spracherwerb frei von Druck. Immersionslernen ist die derzeit weltweit erfolgreichste Methode für den Spracherwerb. Sie erfordert, dass viel Zeit mit der neuen Sprache verbracht wird.

Nein. Der Mensch ist auf Mehrsprachigkeit, nicht auf Einsprachigkeit ausgelegt. Im Gegenteil, der Kontakt zu einer zweiten Sprache in frühem Alter tut gut, fördert die geistige Entwicklung und hilft dem Kind sogar, die Muttersprache besser zu entwickeln. Dies liegt daran, dass die Fähigkeiten, die für Spracherwerb benötigt werden, beiden Sprachen zugute kommen. Weniger als ein Drittel der Menschheit wächst einsprachig auf. Sprachen werden gut erworben, wenn man viel Zeit mit der Sprache verbringt und der Kontakt vielfältig ist. Wenn eine kindgerechte Methode gewählt wird, wie Immersionslernen, ist eine Überforderung nicht zu befürchten. Eine zweite Sprache fördert grundsätzlich die kognitive (geistige) Entwicklung des Kindes. Eine Sprache muss auch nicht abgeschlossen sein, damit eine weitere dazu kommen kann. Logopäden/-innen bestätigen, dass die Lautbildung in beiden Sprachen identisch gefördert wird.

Nein, das ist nicht nötig und nicht förderlich. Lernprogramme sind nicht altersgemäss. Kinder lernen Sprachen intuitiv, indem sie – wie bei ihrer Muttersprache auch – die Dinge aus dem Zusammenhang erfassen. Sie können Ihr Kind natürlich unterstützen, wenn es beispielsweise Freude an storybooks hat, mit welchen es sich bei easy-kid-care beschäftigt und seine Büchersammlung damit erweitern. Ihr Kind sollte sich jedoch aus Eigeninitiative mit dem Buch beschäftigen und keinem Druck ausgesetzt sein. Viel wichtiger ist jedoch, dass Sie als Eltern zu Hause die Muttersprache pflegen: viel vorlesen und viel mit den Kindern sprechen. Wird die Muttersprache gut entwickelt, ist dies eine gute Voraussetzung für das Erlernen einer weiteren Sprache.

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Frühe Sprachförderung - Deutsch

Unser Angebot richtet sich an Kinder, welche ihre Deutschkenntnisse vor dem Kindergarten noch verbessern sollten. Frühe Sprachförderung ist ein zentraler Bestandteil unseres pädagogischen Alltags bei easy-kid-care. Seit Jahren setzen wir uns intensiv für die sprachliche Entwicklung von Kindern ein. Unsere zweisprachige Ausrichtung bietet den Kindern die Möglichkeit, in einer sprachlich vielfältigen Umgebung aufzuwachsen und ihre Mehrsprachigkeit als Stärke zu erleben. Seit Sommer 2024 haben wir ein umfassendes Konzept entwickelt und eingeführt, das sich auf die Prinzipien der alltagsintegrierten Sprachförderung stützt. Das Konzept wurde kontinuierlich weiterentwickelt und ist fest in unseren Alltag eingebunden.

Sprache bildet die Grundlage für Denken, Handeln, Kommunikation und soziale Beziehungen. Eine gut entwickelte Sprachkompetenz ermöglicht es Kindern, sich in ihrer Umwelt sicher zu bewegen, Erfahrungen zu verarbeiten und sich mitzuteilen. Sie ist entscheidend für den schulischen Erfolg und für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Besonders für Kinder, die mit Deutsch als Zweitsprache aufwachsen, ist eine frühzeitige Förderung unerlässlich, um gleiche Bildungschancen zu schaffen.

Wir begegnen jedem Kind mit Respekt, Offenheit und echter Zuwendung. Wir erkennen die individuellen sprachlichen Voraussetzungen und Potenziale der Kinder an und setzen dort an, wo sie stehen. Dabei orientieren wir uns an ihren Interessen und ihrer Lebenswelt, denn nur wer sich verstanden und ernst genommen fühlt, spricht gerne. Fehler verstehen wir als wichtigen Teil des Lernprozesses. Wir geben unterstützendes, motivierendes Feedback, das Kinder stärkt. Gleichzeitig sind wir uns unserer Vorbildrolle bewusst und gestalten unsere eigene Sprache achtsam, klar und kindgerecht.

Die alltagsintegrierte Sprachförderung ist ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Im gesamten Tagesverlauf schaffen wir natürliche Sprechanlässe – beim Anziehen, Essen, Spielen oder im Garten. Dabei greifen wir auf, was die Kinder beschäftigt, stellen offene Fragen, benennen Handlungen und erweitern ihre Äusserungen. So erleben die Kinder Sprache eingebettet in bedeutungsvolle, emotionale Situationen. Wir gestalten eine sprachlich anregende Umgebung und setzen gezielt Sprachförderstrategien ein – wie Wiederholen, Erklären oder das Einführen neuer Begriffe, individuell abgestimmt auf jedes Kind.

Ergänzend zur sprachlichen Begleitung im Alltag bieten wir auch gezielte Sprachförderung in Form strukturierter Aktivitäten an. Dazu gehören unter anderem dialogisches Lesen, Reimgeschichten, Sprachspiele oder kleine Projekte, die sprachliche Lernziele mit den Interessen der Kinder verbinden. Diese Angebote finden regelmässig statt und ermöglichen es uns, bestimmte sprachliche Kompetenzen vertieft zu fördern. Durch die Verbindung von alltagsintegrierter und gezielter Sprachförderung schaffen wir ein lebendiges, lernförderndes Umfeld, in dem jedes Kind in seiner Sprachentwicklung individuell begleitet und gestärkt wird.